Klassifizierung der Tresor nach der VdS-Norm

 

Euro VdS-Klasse Versicherungssumme bei
privater Nutzung in €
Versicherungssumme bei geschäftlicher Nutzung in €
VdS-Klasse 0 40.000 10.000
VdS-Klasse 1 65.000 20.000
VdS-Klasse 2 100.000 50.000
VdS-Klasse 3 200.000 100.000
VdS-Klasse 4 400.000 150.000
VdS-Klasse 5 lt. Vereinbarung mit Versicherer 250.000 €

 

Der VdS (Verband der Sachversicherer) hat seinen Sitz in Köln. Der VdS prüft Tresore nach dem durch das CEN (Comite Europeen de Normalisation) erarbeiteten Normenentwurf (prEN) einer Europäischen Prüfvorschrift für Wertbehältnisse aller Art.Die vom VdS geprüften Tresore werden unter dem Verzeichnis VdS 2335 geführt. Diese Tresore sind typgeprüft, anerkannt und unterliegen einer ständigen Qualitäts-Fremdüberwachung.

 

 

Klassifizierung der Tresor nach der ECB-S Norm

 

Grad nach EN 1143-1 Versicherungssumme bei
privater Nutzung in €
Versicherungssumme bei geschäftlicher Nutzung in €
S1 nach EN 14 450 5.000 2.500
S2 nach EN 14 450 20.000 2.500
0/N 40.000 10.000
I 65.000 20.000
II 100.000 50.000
III 200.000 100.000
IV 400.000 150.000

 

Das European Certification Board - Security Systems (ECB•S) vergibt seit Januar 2002 die Prüfzertifikate der Forschungs- und Prüfgemeinschaft Geldschränke und Tresoranlagen (FuP) e.V. als Zertifizierungsstelle nach EN 45011. Grundlage für die ECB•S - Zertifizierung ist eine Typprüfung nach einer Europäischen Norm für Produkte des Geldschrank- und Tresorbaus zum Schutze gegen Einbruchdiebstahl und Brände sowie für Hochsicherheitsschlösser. Diese Zertifizierung bestätigt die Übereinstimmung mit der Europäischen Norm. Durch diese Zertifizierung wird dem Kunden eine gleichbleibende Qualität garantiert. Auf der Türinnenseite des geprüften Tresor befindet sich die Plakette die Auskunft über Angaben zum Produkt, dem Widerstandsgrad und einen Händleridentifikation gibt.

 

Brandsicherheitsstufen nach FPU


Die Tresore werden in einem speziellen Verfahren von der amtlichen Materialprüfanstalt
für das Bauwesen des IBMB der TU Braunschweig auf ihre Feuertauglichkeit geprüft.
Dabei kommt ein speziell hergerichteter Brand-Prüfraum zum Einsatz, in dem die Tresore (Diskettentresore und Dokumententresore) einer Feuerprüfung in Kombination mit
einer Sturzprüfung unterzogen werden. Dazu kommt noch die Feuerwiderstandsprüfung.

Folgende Tests werden zur Erstellung der standardisierten Abkühlungskurve für die Feuerwiderstandsprüfung (120 Minuten) vorgenommen.

Die Beflammung erfolgt entweder 60 Minuten für S 60 Tresore oder 120 Minuten für S 120 Tresore .Danach bleiben Tresore der Klasse P noch mindestens eine Stunde und Tresore der Klasse D noch mindestens 12 Stunden im abkühlenden Brandraum. Bei der gesamten Prüfung darf die Temperatur im Tresor den kritischen Wert nicht überschreiten.

 

Bei der Feuerstoßprüfung soll der Tresor einer plötzlichen Hitze ausgesetzt werden. dazu wird der Brandraum auf 1090 °C erhitzt, bevor der Safe eingeführt wird. 15 Minuten später wird die Brandraumtemperatur erneut auf 1090 °C erhöht und für Klasse S 60 Tresore 22,5 Minuten und für S 120 Tresore 45 Minuten gehalten. Bei der anschliessenden Sturzprüfung wird der Probetresor aus 9,15 m auf eine Aufschlagfläche herabgestürzt und danach wieder in den 840 °C heißen Brandraum eingeführt. Dieser Temperatur müssen nun S 60 Tresore wiederum 22,5 Minuten und S 120 Tresore 45 Minuten standhalten.

 

Einstufung von feuersicheren Tresoren:

 

P Geschützt sind hitzeempfindliche Papierdokumente, Namensaktien, Akten, Sparbücher, etc.. jedoch nicht solche Papierarten, bei denen unter 170 °C Informationen verloren gehen
DIS Geschützt sind hitze- und feuchtigkeitsempfindliche Datenträger, z. B. Disketten, CD, Streamer-Tapes, jedoch nicht solche, bei denen unter 50 °C Informationen verloren gehen.

 

Erfüllung der Richtlinien für Temperatur und Feuchtigkeit im Inneren

Güteklasse  
Temperaturerhöhung
(maximal)
relative Luftfeuchtigkeit
(maximal)
60 min 120 min    
S 60 P S 120 P
150 °C
-/-
S 60 D S120 D
50 °C
85 %
S 60 DIS S 120 DIS
30 °C
85 %
E 60 P/DIS E 120 P/DIS
30 °C
85 %